Bei dieser Art der Impotenz im engeren Sinne ist die Fähigkeit zum Beischlaf zwar vorhanden, nicht aber die Fähigkeit zur Fortpflanzung.
Impotentia coeundi bezeichnet die Unfähigkeit, den Geschlechtsverkehr befriedigend auszuüben, sei es durch mangelnde Härte zur Penetration oder die Unfähigkeit, die Erektion für einen zufriedenstellenden Geschlechtsverkehr aufrecht zu erhalten.
Diese Variante der Impotenz betrifft Frauen und wird auch mit Sterilität bezeichet. Es ist die Unfähigkeit, eine Eizelle für die Befruchtung durch männliche Samenzellen verfügbar zu machen.
Impotentia concupiscentiae hat einige Begriffe im Volksmund. Es ist der fehlende Drang zur sexuellen Betätigung.
Hiermit wird die Erektionsstörung bezeichnet, bei der es ohne Orgasmsus zur Ejakulation kommt.
Die Wirkung von Potenzmitteln ist einfach genial und genital. Befürchtungen, Potenzmittel könnten zu unerwünschten, plötzlichen Erektionen führen, wurden durch eine weltweite Aufklärungskampagne und Berichte der ersten Anwender schnell zerstreut. Der Begriff PDE5 Hemmer machte die Runde.
Der Prozess, die Intensität und Dauer der Erektion wird im Wesentlichen durch die gegensätzliche Wirkungsweise von zyklischem Guanin-Monophospat (cGMP) und Phosphodiesterase-5 (PDE5) bestimmt. Beide wirken unterschiedlich auf die dauerhaft kontrahierte Muskulatur im Penis.
cGMP wird bei sexueller Stimulation ausgeschüttet und entspannt die Muskulatur, die durch ihre normale Anspannung der von ihnen umschlossenen Blutgefäße, den Penisschwellkörper oder Corpora cavernosa, den Zufluß von Blut verhindert.
PDE5 bewirkt den Abbau von cGMF, was regelmäßig nach der Ejakulation zur normalen Kontraktion der Penismuskulatur und damit zur Erschlaffung des Penis führt. Dies ist ein Schutzmechanismus, der einen Blutstau im Penis verhindert. Ein solcher Blutstau könnte die Gewebestruktur durch Sauerstoffmangel schädigen.
Bei Männern mit Impotenz oder erektiler Dysfuktion ist das natürliche Verhältnis zwischen cGMP und PDE5 gestört. PDE5 wird zu früh und / oder zu schnell ausgeschüttet. Durch die Zufuhr von Wirkstoffen wie Sildenafil, Vardenafil oder Tadalafil wird die Wirkungsweise von PDE5 gehemmt. Die Muskeln bleiben entspannt, das Blut fließt nicht ab und das Ergebnis ist eine schöne, harte Erektion.